Nullfuge

Der Begriff Nullfuge bezeichnet bei Kantenanleimmaschinen ein Bearbeitungsergebnis, bei dem eine unsichtbare bzw. kaum sichtbare Fuge zwischen Platte und Kantenmaterial erzielt wird. Der Betrachter soll mit bloßem Auge keine Fuge erkennen können. Es soll so aussehen, als ob die Kante und die Fläche aus einem Guss wären. Wie genau eine Nullfuge auszusehen hat und wie sie herzustellen ist, wird aber nirgends genau definiert. Es gibt allerdings ein nicht offizielles Verfahren zum Nachweis einer Nullfuge, welches als Graphittest bezeichnet wird. Bei diesem Test wird das Graphitpulver auf der Platte verteilt und über die Fuge gerieben. Zeichnet sich nach dieser Vorgehensweise keine Fuge ab, ist der Test bestanden.

Die Nullfuge wird überwiegend so erreicht, indem eine Reaktionsschicht auf dem Kantenband aktiviert wird, welche dann durch Verschmelzen das Kantenband an der Platte fixiert.

Zur Zeit haben sich vier Verfahren zur Erzielung der Nullfuge etabliert, jedes mit seinen eigenen Vor- und Nachteilen.

Lasertechnik

Plasmatechnik

  • DÜSTEC-SYSTEME

Heißlufttechnik

NIR Technologie

Weitere Nullfugen-Anleimverfahren

  • HOLZ-HER bot zunächst die Dünnfilmtechnik an, mit der die Nullfuge laut Hersteller durch einen optimierten Leimauftrag erzielt werden soll.
  • Stefani entwickelte die Slim Line Technologie, wo der Leim auf das Kantenmaterial aufgetragen wird.

Bilder

Nullfuge (bm 2013)
Nullfuge (dds 2014)