Sicherheitseinrichtung

Sicherheitseinrichtungen an CNC-Bearbeitungszentren sollen verhindern, dass die Maschine dem Bediener gesundheitlichen Schaden zufügt, z.B. durch Kollision mit bewegten Teilen oder durch Berührung des Werkzeugs während der Bearbeitung. Auch soll verhindert werden, dass im Falle eines Werkzeugbruchs oder bei Versagen des Werkstückspannsystems herumfliegende Teile den Bediener treffen.

Dies wird realisiert durch aktive und passive Sicherheitseinrichtungen.

Aktive Sicherheitseinrichtungen

Diese sollen durch sofortiges Abschalten der Maschine (Not-Aus) eine gesundheitliche Beeinträchtigung des Bedieners verhindern, sobald dieser in einen potenziell gefährlichen Bereich gelangt. Aktive Sicherheitseinrichtungen werden meist in Bereichen eingesetzt, wo es nur schwer möglich ist, mit passiven Einrichtungen zu arbeiten. Dies betrifft vor allem den Bereich, in dem die Maschine beladen und entladen wird. Üblicherweise sind solche Einrichtungen deaktiviert, sobald die Maschine sich in Ruhe befindet. Dann kann der Bediener z.B. die Maschine einrichten, Werkstücke auflegen oder den abgesperrten Bereich hinter der Maschine betreten. Meist müssen die überwachten Bereiche erst verlassen werden, bevor ein Programmstart möglich ist.

Ausführungen von aktiven Sicherheitseinrichtungen:

Passive Sicherheitseinrichtungen

Diese verhindern grundsätzlich den Zugang des Bedieners zu potenziell gefährlichen Bereichen der Maschine. Passive Sicherheitseinrichtungen werden dort eingesetzt, wo normalerweise eine Anwesenheit des Bedieners nicht erforderlich ist, also in erster Linie hinter der Maschine. Meistens handelt es sich dabei um Absperrzäune, welche ausreichend hoch sind um ein Übersteigen ohne Hilfsmittel zu verhindern. Um trotzdem Zugang zu diesen Bereichen zu ermöglichen, erfolgt üblicherweise eine Kombination mit aktiven Sicherheitseinrichtungen. Meist ist dies eine Zugangstür, welche mit einem Sicherheitsschalter versehen ist. Eher selten sind passive Sicherheitseinrichtungen in Bereichen zu finden, welche der Bediener zum Be- und Entladen der Maschine betritt. Heute eher ungebräuchlich sind Absperrungen, welche bei Programmstart hochfahren. Als häufiger anzutreffendes Konzept findet man Maschinen, welche eine komplette Einhausung besitzen. Diese Maschinen haben verfahrbare Tische, welche zum Be- und Entladen automatisch aus dieser Einhausung herausfahren und während der Bearbeitung durch automatisch schließende Türen gesichert sind.

Der Schutz vor herumfliegenden Teilen, z.B. bei Bruch des Werkzeugs oder Versagen des Werkstück-Spannsystems wird ausschließlich über passive Sicherheitseinrichtungen erreicht. Ein optimaler Schutz wird durch eine geschlossene Kabine um die Maschine erreicht. Da dies jedoch bei den meisten Maschinenkonzepten kein effizientes Arbeiten ermöglicht, werden meist Verkleidungen des Aggregateträgers und Lamellenvorhänge eingesetzt.

Sicherheitseinrichtungen an anderen Maschinenarten

Bilder

Trittmatte und Schutzzaun (Easymaster)
HOLZHER
Bumper (Author)
MORBIDELLI
Lichtschranke (Vantage)
WEEKE
Geschlossene Kabine und Sicherheitstür
ALBERTI