Vorheizzone

Baugruppe im Werkstückeinlauf-Bereich von Kantenanleimmaschinen, welche dem Erwärmen der Werkstückkante vor dem Kantenanleimen dient.

Entscheidend für die Festigkeit der Klebverbindung zwischen Platte und Anleimer ist, dass der Leim in den Plattenwerkstoff eindringt und nicht zu schnell abbindet. Aus diesem Grund kann die Werkstückkante m.H. der Vorheizzone vor der Verleimzone erwärmt werden. Vorheizzonen ersetzen somit das langsame Erwärmen von kalten Werkstücken in der Werkstatt.

Eine andere Möglichkeit das zu schnelle Abkühlen des Klebers zu verhindern besteht in der Kleberreaktivierung mittels eines Heizstrahlers zwischen der Kleberauftragseinheit und der Druckzone. Die Firma Brandt setzt dieses System unter dem Namen Infrarot-Schmelzkleberaktivierung ein.

Beheiztes Einlauflineal

Aufgrund der Berührung mit dem Einlauflineal durch Entlanggleiten wird die Werkstückkante erwärmt. Einlauflineale können durch eine innenliegende Elektroheizung (z.B. IMA) oder durch ein Heißluftgebläse (z.B. HOLZ-HER) beheizt werden. Diese Art der Vorheizzone ist vor allem bei Maschinen älterer Baujahre anzutreffen.

Infrarot-Strahler

Die Erwärmung der Werkstückkante erfolgt berührungslos durch Wärmestrahlung. Diese Art der Vorheizzone setzt sich immer mehr durch. Je nach Wellenlänge der Strahlung wird mehr die Umgebungsluft (vorwiegend Dunkelstrahlung, langwellig) oder das Werkstückmaterial erwärmt (vorwiegend Lichtsstrahlung, kurzwellig, erkennbar am gleißenden Licht im Maschineneinlauf).

Alternativbegriffe

Bilder

Verzögerung der Leimabkühlung
BRANDT, 2002
Lage der Vorheizzone
BRANDT, 2002
Heißluftbeheiztes Einlauflineal
HOLZHER
Infrarotstrahler
BRANDT